Banneux

An diesem Wochenende waren wir wieder zu sechst unterwegs, neben den Mitgliedern unserer Familie ein befreundetes verlobtes Paar. Start war die Michelshütte, Baraque Michel, mitten im Hohen Venn, oder, besser gesagt, die Fischbach-Kapelle gleich nebenan. Da an diesem Wochenende wegen des guten Wetters die Gastwirtschaft vorzeitig den Betrieb noch im März aufgenommen hatte, konnten wir den Schlüssel zur Kapelle bekommen, um den Wallfahrtstag am Hochfest der Verkündigung des Herrn zu beginnen.

Nicht weit davon, am „Kreuz der Verlobten“, gedachten wir all jener, die schon in in jungen Jahren, in der Blüte ihres Lebens, aus dem Leben scheiden mussten, so wie Maria Solheid und François Reiff, welche hier 1871 im hohen Schnee umkamen.

Bei schönstem Frühlingssonnenschein ging es dann einen Pfad, verschlungen wie die Wege des Lebens, entlang am Bach Statte, später am Fluss Hoëgne. Angekommen am Etappenziel, fuhren wir mit den Autos nach Banneux, wo wir uns im preisgünstigen Hotel Beco direkt neben der Sakramentskapelle einquartierten. Dort sollte dann um 19 Uhr der Rosenkranz beginnen. Die in Banneux im Gebetsdienst Tätigen erkannten gleich, dass wir Deutsche sind, und so wurden die beiden Rosenkränze im Wechsel deutsch-französisch gebetet. Dieser 25. März, an dem wir abends in Banneux eintrafen, war in dreifacher Hinsicht ein besonderer Tag:

  • Hochfest der Verkündigung des Herrn
  • der 24. Hochzeitstag von meiner Frau und mir
  • der Geburtstag von Mariette Beco, der Seherin von Banneux.

Wir erinnerten uns auch daran, dass wir einst in Ostbelgien durch die Teilnahme an einem Seminar für Verlobte den für uns damals unschätzbaren Dienst von Engaged Encounter erfahren hatten.

Nach dem Rosenkranz am Samstagabend hatten wir noch erfahren, dass es am Sonntag um 9.30 eine deutschsprachige heilige Messe geben sollte, zu der wir uns dann entgegen unserer ursprünglichen Pläne einfanden. Wir trafen auf eine Pilgergruppe von der Mittelmosel, und das Wunder dieses Wochenendes war, dass wir auf diese Weise alte Freunde wiedertrafen, die wir seit vielen Jahren nicht gesehen hatten. Wann hatten wir die beiden kennengelernt? In der Zeit unserer Verlobung.

Wir hatten extra die Standarte von Pfaffen-Schwabenheim mit einer Abbildung unseres Gnadenbildes mitgebracht. Mit der Standarte zogen wir von der Erscheinungskapelle zur Quelle und zurück.

Vor der Erscheinungskapelle. – Foto: Michael Zimmer

Etappenziel am Sonntag war der Bahnhof Trooz. Dies war die letzte Wochenendetappe, die wir dank der gerade begonnenen Sommerzeit um 19 Uhr noch im Hellen abschließen konnten. Längere An- und Abreisezeiten als nun jeweils 3 Stunden sind für ein Wochenende nicht mehr angemessen. Wir haben vor, die Wallfahrt in den Osterferien fortzusetzen und wollen ab Lüttich dann das Fahrrad zu Hilfe nehmen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.