Zum Kloster Spabrücken

Nikolauskirche Bad Kreuznach, Foto: Redrock (Wikipedia), Lizenz: gemeinfrei

Am 5. Februar starteten wir von Bad Kreuznach nach dem Besuch der Hl. Messe in St. Nikolaus, wiederum bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Ein Vers aus dem heutigen Evangelium vom 5. Sonntag im Jahreskreis:

Eine Stadt, die auf dem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Mt 5,14

Blick über Sankt Katharinen, Braunweiler, Sommerloch

Nördlich von Bad Kreuznach entschieden wir uns in diesem Sinne für den beschwerlicheren, aber aussichtsreicheren Weg über den Kronenberg. In Hargesheim kehrten wir kurz bei einer alten Freundin ein zum Austausch von Gebetsanliegen, zum Gebet des Angelus und zu einem Glas Wasser. Im Gegensatz zur jährlichen Schulwallfahrt der Alfred-Delp-Schule in Hargesheim nahmen wir hinter Hargesheim nicht den asphaltierten kürzeren Weg durch das Gräfenbachtal, sondern erklommen dem Mosel-Nahe-Wanderweg folgend bei Roxheim wieder die Höhe. So waren wir dem Lärm der Welt besser enthoben und für die Füße war der weichere Boden auch besser. Wir konnten uns darin üben, die Namen der umliegenden auf der Höhe unverborgenen 😉 Dörfer zu erraten. Eintönige und gut gangbare Wege durch die Weinberge luden dazu ein, uns gegenseitig aus dem ersten Father-Brown-Roman vorzulesen. Beim Keberskreuz (km 11,7), wo man die offene Landschaft verlässt und den Wald betritt, ist ein überdachter Sitzplatz, der zur Rast einlädt.

Es ging schon auf die Dämmerung zu, als wir unser Ziel Spabrücken am Horizont erblickten.

Und das sah immer noch näher aus, als es war. Wir mussten nämlich zuvor noch ins Gräfenbachtal hinunter und wieder hinauf. Dafür waren wir vom Mosel-Nahe-Wanderweg abgewichen, was uns einen sehr schönen Blick auf die Burgruine Dalberg einbrachte.

Im Tal trafen wir auf die Mariensäule von Dalberg.

5 Minuten vor Beginn von Vesper und Rosenkranz, um 17.55 Uhr, trafen wir im Kloster Spabrücken ein. Der Klostereingang liegt etwas versteckt. Man muß die Kirche am Chor umrunden, tritt in den Klosterhof und findet direkt links den Eingang. Nach der Gebetszeit hatten wir eine herzliche Gemeinschaft zum Abendessen mit den Schwestern und Pater Meinulf. Zum besonderen Charisma der Schwestern vom gemeinsamen Leben gehört, dass Schwestern und Gäste die Mahlzeiten gemeinsam einnehmen.

Das Wunder, für das wir an diesem Tag danken: dass wir gerade noch rechtzeitig zum Abendgebet ankamen.

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